Banking war die erste Kategorie, die systematisch eingebettet wurde. BaaS-Anbieter wie Swan, Solaris oder Banking Circle ermöglichen es Plattformen, Konten, Zahlungen und Karten in ihr Produkt zu integrieren, ohne selbst eine Banklizenz zu benötigen. Swan beschreibt den Schlüsselbegriff treffend: Kontextualisierung. Statt „Hier ist ein Bankkonto“ sagt die Plattform: „Hier ist die Funktionalität, die du brauchst, genau dort, wo du sie brauchst.“
8 Versicherungen folgen demselben Muster. Die Zurich Edge Plattform beispielsweise lässt Partner Versicherungsprodukte direkt in ihre Kundenerlebnisse einbetten: mit eigener UI, API-Anbindung und White-Label-Optionen. Der Versicherer stellt die regulierte Funktion bereit; der Partner behält Oberfläche und Kundenbeziehung. Zurich Edge arbeitet mit diesem Modell bereits mit über 40 digitalen Partnern.
9 Auch die Regulatorik ist essentiell für diese Entwicklung. Die geplante EU-Verordnung FIDA (Financial Data Access) erweitert den Umfang von Open Banking und ermöglicht Kunden mehr Kontrolle: von Versicherungen über Investitionen bis hin zu Pensionsprodukten: Kunden sollen selbst kontrollieren, wer auf welche Daten zugreifen kann, und Schnittstellen sollen standardisiert werden.
10 Zusammen ergibt das ein klares Bild: Finanzprodukte werden modularer. Finanzdaten werden interoperabel. Und beides zusammen macht integrierte Finanzplattformen deutlich funktionaler.